Die „Föderation für Weltfrieden“
lädt herzlich ein
Dienstag, 19. Juli 2011, 19:00 Uhr
Ort: Seidengasse 28/4 im
Hof rechts, 1070 Wien
Koordinator: Dr. Karl Nagy-Babiak, Autor
des Buches „Lebens-Schule“
|
|
Der Koordinator
ist ein Schüler von Viktor
E. Frankl (1905-1997). Dieser war ein
österreichischer Neurologe und Psychiater.
Er begründete die Logotherapie
bzw. Existenzanalyse („Dritte Wiener Schule der
Psychotherapie“).
Grundlage:
Logotherapie,
Existenzanalyse, Ärztliche Seelsorge
Der
Mensch i s t auch ein geistiges Wesen, eine Person. Er hat einen Körper, eine
Seele.
Da
viele Menschen das geistige Bewußtsein verloren haben, landen viele in einer existentielle Krise. Der
Mensch kann seine Existenz nicht vollziehen, es ist kein menschenwürdiges Leben
möglich. Wenn der Mensch seine geistige Freiheit und Verantwortung verliert,
wird er unglücklich. Kant sagte, der Mensch braucht Würde, um glücklich zu
sein.
Ziel des Arbeitskreises
Die
Liebesfähigkeit, Arbeitsfähigkeit, Leidensfähigkeit der Person zu bewahren.
Das ist die Vorbeugung.
Wiederherstellung
der Liebensfähigkeit Arbeitsfähigkeit,
Leidensfähigkeit der Person ist das therapeutische Ziel.
Arbeitsweise :
Die
eigene geistige Ebene neu zu entdecken,
aktivieren, betätigen, miteinbeziehen in die alltägliche Lebensgestaltung.
In
geistiger Freiheit und Verantwortung Stellung nehmen zu den wichtigsten Sinn-
Möglichkeiten unserer aktuellen Lebenslage. Die Entscheidungen durchführen.
Viktor Frankl hat festgestellt, daß die Menschheit in eine existentielle Krise
hineingeschlittert ist. Ursache ist, dass wir heute keine gesunden Instinkte
haben. Außerdem pflegt der Mensch keine gesunden Traditionen. Instinkte sagen
dem Menschen was er tun muss, sie lenken also den biologischen Bereich. Gesunde
Traditionen sagen dem Menschen, was er tun soll. Wenn der Mensch keine gesunde
Instinkte und Traditionen hat, verliert er seine Orientierung.
Daher brauchen
wir eine neue Seelenhygiene vom Geistigen her. Die
Lebenskraft ist zerrissen, die Instinkte leiten uns in die falsche Richtung.
Die
Gesellschaft ist pansexualisiert. Wer nicht in der Promiskuität (wahlloser Sex)
untergehen will, muss wählerisch werden. Eie neue Wertehierarchie ist
notwendig.
Die
schwerste Wirtschaftskrise seit 1933
erschüttert die Welt. Altkanzler Gusenbauer: „Es
sieht aus, dass in Europa eine Revolution kommt, denn die Systeme sind aus den
Fugen geraten.“ Tatsächlich löste die Werteblindheit eine Weltwirtschaftskrise
aus. Der Mensch steht nicht mehr im Zentrum der Politik. Der Mensch wurde auf
ein Objekt reduziert, auf einen Wirtschaftsfaktor.
Wir
müssen die geistige Ebene des Menschen mehr fördern. Erinnern wir uns im
biblischen Sinn: der Geist Gottes spricht zu seinen Kindern, eben zu dem
menschlichen Geist. Durch Psychologismus wurde die
geistige Dimension des Menschen in die
psychische hineinprojiziert.
Wir
müssen bereit sein, uns wieder auf unsere geistige Ebene zu erheben. Der Mensch
muss über sich selbst hinausblicken. Werteblindheit muss abgelegt werden. Dann erst
kann er erkennen, was in seinem Leben nicht
richtig läuft.
Wo
eine Krise ist, muss es zu einem Paradigmenwechsel kommen. Aus der Krise kann
man lernen.
Die
Jugendlichen leben ohne Zukunft, ohne Lebensinhalte, ohne Lebens-Werte. Menschen
haben keine Gotteserlebnisse. Der Mensch trägt Verantwortung für seine
Handlungen, vor seine Mitmenschen und zum Schluss vor Gott.
Wenn
ich den Menschen nicht in seiner Würde anspreche, wird er de-personalisiert.
Sokrates, Aristoteles, Christus: haben die geistige Freiheit gebracht, statt die Zwanghaftigkei der Gesetze.
Religion
und Existenzanalyse zusammen könnten helfen, unsere Seelen-Kräfte (Trieb,
Gefühl Wille), Seelen-Funktionen (Wahrnehmung, Gedächtnis, Denken) wieder
bündeln. Am Abend kann ich mich auf den neuen Tag einstellen –
ich programmiere den neuen Tag, ich bündle meine Kräfte.
Wer
ist geheilt? Der geistig bewusste Mensch. Wer geheilt ist, ist aufgerufen zu
handeln.
Wir
können mit logotherapeutischen Methoden arbeiten:
Dereflexion,
Selbstdistanzierung Selbsttranszendenz.
Wenn
wir Krankheiten behandeln und dabei den Geist nicht einbeziehen, wird der Mensch
depersonalisiert, er wird zum Behandlungsobjekt
degradiert.
Heute
haben wir verstärkte Seelenkräfte, Ichbezogenheit und einen verkleinerten
Geist. Der Geist ist in uns von Geburt an, doch er braucht Zeit, um durchzukommen.
Das erste Zeichen des Durchbrechens des Geistes ist das Lächeln beim Kind.
Statt
vom Geist gesteuert, sind wir psychisch geleitet. Es ist ein Wunder, dass wir
nicht tiefer gefallen sind.
Wie
sind die logotherapeutischen Methoden anwendbar, um den Geist wieder
freizumachen? Die Logotherapie kann den Geist der Menschen wieder reaktivieren,
den eingemauerten Geist wieder befreien und in seine leitende Rolle erheben.
Methoden:
Selbstdistanzierung:
ich versuche, die höheren Ziele meines Lebens zu sehen. Dann fällt die Dominanz
der psychischen und physischen Zwänge von uns ab. Das versteht man unter: „Du musst dich selbst verleugnen!“= du kannst dich
zurückstellen, vergesse, wenn es um wichtige Entscheidungen geht.
Der
Sinn des Gebets: mit Gott kommunizieren, uns sagen
lassen, was wir in einer gewissen Lebenslage tun müssen. Wir können Gott nicht
vorschreiben, was er zu tun hat. Aber wir sind geistige Bittsteller geworden
aus Unwissenheit.
Die
Logotherapie ist eine an Sinn reorientierte
Psychotherapie. Ziel ist, dass wir die geistige Freiheit und Verantwortung wiedererlangen.
Die Menschwerdung ist einerseits individuell, andererseits muss eine Gruppe
gebildet werden, die das lebt.
Selbsttranszendenz
Das
Leid entsteht, weil ich etwas erzwingen
will, direkt. Wenn ich forciert schlafen
will, stellt sich der Schlaf nicht ein.
Was
kann der Mensch tun, damit er nicht immer dasselbe wiederholt?
Die
Logotherapie sagt: „Du bist frei! Du
hast die Möglichkeit, zu zwanghaften Situationen eine freie Stellungnahme
abzugeben.
Die
Vorbeugung: Seelischen, psychosomatischen Krankheiten
vorbeugen kann man durch gesunde Erziehung. Die Logotherapie ist primär
vorbeugend.
Stufen
der Therapie:
Die
erste Frage: Was ist für dich noch wertvoll? Man entdeckt gemeinsam die Werte,
die verlorenen Interessen des Klienten durch Aufzählung dessen, was ihm/ihr
noch wichtig ist. Man geht gemeinsam den am Sinn reorientierten
Weg.
Wenn
für eine Person der Friede in der Familie wertvoll ist, dann muss sie etwas dafür tun in voraus, auf etwas
verzichten, damit der Frieden sich einstellen kann! Das ist
sinnzentrierte Familientherapie.
Sonst
fühlt sich jeder in der Familie als Opfer, aber keiner tut etwas dagegen, keine
übernimmt Verantwortung.
Wenn
meine Familienmitglieder nicht gut zu mir waren, dann segne ich sie! So kann
ich den Frieden schaffen. Ich komme aus der Opferrolle heraus. In der Familie
sollen wir möglichst schnell allen vergeben! Leben in der Vergebung.
Peter Roseggers
Denken ist ein Beispiel für die Sinnorientiertheit. Wenn wir Rosegger
lesen, bekommen wir die Einsicht, dass
unsere Gesundung eine neue Lebenseinstellung erfordert, eben eine am Sinn reorientierte Einstellung.
Die
geistige Freiheit und Verantwortung erwacht schneller, wenn wir dazu Rosegger
lesen, eine gesunde religiöse Denkart praktizieren, neben der Logotherapie.
Hilfestellungen:
1.
Literatur
2.
Logotherapie
3.
Religion
Psychose:
psychosomatische Krankheit: der Geist kann nicht richtig durchkommen.
Eine
weitere Frage in der Logotherapie:
Was
ist Glück? Was muss ich tun, um glücklich zu sein?
Der
Mensch muss einen Grund haben, um glücklich zu sein. Wenn ich etwas Sinnvolles tue, eine Aufgabe erfülle, dann
stellt sich das Glücklichsein als
Nachwirkung ein. Wenn ich etwas zum Guten verändert habe, zB
wenn ich die Küche geputzt habe, dann habe ich einen Grund, glücklich zu sein.
Wenn
ich einen Streit geschlichtet habe, habe ich einen Grund, glücklich zu sein,
der Frieden stellt sich ein.
Der
Glaube an Gott hat die Aufgabe, den Menschen ganz im Leben zu integrieren.
„per
sonare“: es klingt aus mir
heraus, durch mich kommt Gott durch.
Paulus:
„Ich vergebe euch, denn ich will nicht, dass
wir alle dem Teufel ausgeliefert sind. (Ich bleibe nicht in der Fehlhaltung, dadurch
befreie ich andere. Ich setze eine Handlung im Voraus.
In
der Logotherapie erweckt man wieder Werte. Man sagt: „In
der Partnerschaft ist es natürlich, dass zwei verschiedene Menschen
zusammenkommen. Aber man darf den anderen nicht zu sehr stören, man muss sich
gegenseitig fördern. Sonst entsteht eine
abstoßende Kraft.
Wir
haben die geistige Freiheit eingetauscht für die sexuelle Freiheit. Wenn die
Sexualität den Menschen beherrscht anstatt die wahre Liebe,
dann wird der Mensch ein wertloses Wesen. Der Mensch wird zum Objekt
degradiert. Das ist der Untergang des Menschen.
Weitere Infos per Telefon: 06991 1725599 oder 0650 2588846 bzw. per E-Mail:
info@weltfriede.at