Friedensbotschafter beim Babenberger Friedenslauf

Bilder des Babenberger-Friedens-Schullaufs in Klosterneuburg

Kinder laufen für den Weltfrieden - Babenbergerlauf in Klosterneuburg
500 jüdische und moslemische Schüler unter 3.000 Teilnehmern

Klosterneuburg (APA) - "Peace, Shalom, Salam Aleikum" - mehr als 3.000 Kinder und Jugendliche haben am Mittwoch (13.19.2004) in Klosterneuburg am 20. Babenbergerlauf teilgenommen, der in diesem Jahr die Zusatzbezeichnung "Friedenslauf" trug. 500 jüdische und moslemische Kinder, darunter zahlreiche Palästinenser, liefen dabei gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus Wien und Niederösterreich für den Weltfrieden, teilten die Veranstalter mit.

Menschen verschiedener Nationalitäten waren eingeladen, als "Botschafter des Friedens und im Geiste der Versöhnung" nach Klosterneuburg zu kommen, wie die Veranstalter am Mittwoch erklärten. NÖ-Landesrätin Johanna Mikl-Leitner erklärte namens der niederösterreichischen Landesregierung, dass sie diese Friedensinitiative weiterhin unterstützen werde. Die Vertreterin der Islamischen Glaubensgemeinschaft, Zeynep Elibol, erklärte, diesen Friedensprozess und die Teilnahme moslemischer Kinder daran ebenfalls zu unterstützen.

Der Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinde, Avshalom Hodik, erklärte in seiner Rede, dass die primäre Botschaft der jüdischen Religion sei: "Suche den Frieden und jage dem Frieden nach". Die anwesenden Vertreter der Arabischen Liga, die Vertreter der arabischen, israelischen und amerikanischen Botschaft erklärten, diesen Friedenprozess auch in den nächsten Jahren zu unterstützen.

Die Veranstalter - der Verein "Arbeitsgemeinschaft für Kultur und Sport in Klosterneuburg", der Verein zur Förderung der Völkerverständigung und die FMS Event-Network GesmbH - wollen mit den Nestle-Austria-Schulläufen ein Zeichen dafür setzen, dass der "Friedensgedanke insbesondere durch die Teilnahme von Kindern aller Konfessionen noch mehr ins Bewusstsein der Erwachsenen gelangt". Es sollen noch intensiver als bisher praktikable Lösungen gegen Ungerechtigkeit, Vertreibung, Ausgrenzung und Verfolgung in den weltweit aufkeimenden Unruheherden gesucht werden.

Den Ehrenschutz über die Veranstaltung haben die niederösterreichische Landesregierung, der Generalabt des Chorherrenstifts Klosterneuburg, Bernhard Backovsky, sowie der Bürgermeister der Stadt Klosternneuburg, Gottfried Schuh übernommen.

In Zukunft soll dieser Friedenslauf jedes Jahr mit Kindern und Jugendlichen der drei monotheistischen Religionen auch in Jerusalem, gemeinsam mit der interreligiösen und internationalen Föderation für Weltfrieden, organisiert werden.

Durch diese Aktivitäten sollen die interreligiöse Versöhnung sowie die Zusammenarbeit unter den Religionen und ethnischen Gruppen im Heiligen Land gefördert und unterstützt werden.